Servus Leute! Heute geht’s richtig ans Eingemachte. Im Rahmen meines Winterprojekts an der KTM EXC 300 habe ich mich an ein Thema gewagt, das viele lieber der Werkstatt überlassen: Felgen einspeichen. Aber keine Sorge – ich zeig euch Schritt für Schritt, wie man das sauber und sicher selbst hinbekommt.

Felge im Zentrierständer

Das Ziel: Neue Enduro-Räder – stabil, präzise, optisch top

Ich baue mir einen neuen Radsatz – passend zum überarbeiteten Fahrwerk und dem restlichen Aufbau meiner EXC 300. Warum? Weil originale Räder oft zu schwach für harte Einsätze sind und ich mir was richtig Solides gönnen wollte. Und wenn man’s einmal richtig macht, dann gleich mit den besten Teilen, die man finden kann.

Die Komponenten: Das Beste vom Besten

Hier das Setup im Detail – perfekt für Enduro, Hard-Enduro oder Cross Country:

D.I.D DirtStar STX Felgenringe: Gefahren in der US-Supercross-Serie. Extrem robust, ultrahartes Material, perfekter Rundlauf.

Bulldog Spokes: Fette Edelstahlspeichen – nicht nur optisch brutal, sondern auch unzerstörbar. Rostfrei und top verarbeitet.

Zap Technix Hinterradnabe: CNC-gefräst, orange eloxiert, ultra präzise. Passt perfekt zur KTM Optik und sitzt wie angegossen.

Bezugsquelle: Motorradersatzteile24 – danke für den Support!

Vorbereitung: Alles sortieren, nichts übersehen

Bevor es losgeht, sortiere ich alle Teile: Nabe, Felgenring, Speichen, Nippel, Ringe. Die Speichen sind alle gleich gekröpft – das macht den Einbau deutlich einfacher. Wichtig: Nicht das Ventilloch oder das Loch für den Reifenhalter mit einem Speichenloch verwechseln – das hatte ich beim ersten Versuch leider selbst verbockt.

Einspeichen leicht gemacht – mein Ablauf

Die Reihenfolge ist entscheidend. Ich beginne mit den Speichen, die von innen nach außen führen – also zur Felgenseite zeigen. Dann folgt die andere Seite, danach die Speichen von außen nach innen. Ich achte darauf, dass die Nippel gleichmäßig aufgeschraubt sind – etwa zwei bis drei Umdrehungen – so bleibt die Nabe mittig und flexibel beim Ausrichten.

Dann drehe ich das Rad um, mache weiter auf der Gegenseite und setze alle Speichen in die vorgesehenen Bohrungen. Weil Felge und Nabe entsprechend vorbereitet sind, ist kaum was falsch zu machen – die Löcher sind leicht geneigt und führen einen fast automatisch zur richtigen Position.

Zentrieren im Zentrierständer – kein Hexenwerk

Ich spanne das Rad in meinen Zentrierständer, richte es grob aus und beginne mit dem Höhenschlag. Dafür ziehe ich die Speichen an der Stelle mit dem geringsten Abstand leicht an – erst die zwei in der Mitte (halbe Umdrehung), dann je eine Viertelumdrehung nach außen hin. So gleiche ich Unebenheiten systematisch aus.

Seiten- bzw. Seitenschlag wird korrigiert, indem ich Speichen auf der gegenüberliegenden Seite anziehe. Klingt kompliziert, ist es aber nicht – mit etwas Geduld wird die Felge schnell rund und stabil.

Felgen, Speichen und Nippel

Speichenspannung prüfen – auf den Ton kommt’s an

Zum Schluss prüfe ich jede Speiche auf Spannung. Der Trick: Zupfen. Klingt die Speiche hell und klar wie eine Gitarrensaite, ist sie gut gespannt. Klingt sie dumpf – nachziehen! Erst wenn alle Speichen sauber klingen, ist das Rad bereit für den harten Einsatz.

Fazit & Ausblick

Ich bin mega zufrieden mit dem Ergebnis. Die neuen Felgen sehen nicht nur porno aus – sie sind auch technisch auf einem ganz anderen Level als die Originale. Jetzt noch Felgenband drauf, X-Grip-Reifen montieren, und das Rad ist bereit für alles, was kommt.

Im nächsten Teil des Winterprojekts geht’s ans Fahrwerk – das baue ich selbst auf, komplett. Und danach? Plastikteile, Teamdekor und vielleicht ein fetter LED-Scheinwerfer. Bleibt dran – das Projekt nimmt Fahrt auf!

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